Nachbetrachtungen
von
am 15.04.2008 um 20:45 (952 Hits)
Ich habe 10 Tage gefastet - Heilfasten.
3 Tage davon waren "Wassertage", d.h. ich habe ausschließlich Wasser zu mir genommen.
Die anderen 7 Tage habe ich keine feste Nahrung aufgenommen,
sondern nur stark verdünnten Saft (sehr wenig)
und eine verdünnte Gemüsebrühe, diese nicht jeden Tag.
Ansonsten habe ich sehr, sehr viel Wasser getrunken.
Hinzu kamen 2 Vorbereitungstage und 1-2 Nachbereitungstage,
an denen ich die Nahrungsaufnahme reduziert und auf "gesund" geschaltet habe,
bzw den Körper wieder auf Nahrungsaufnahme eingestellt habe.
Hunger hatte ich während der 10 Tage keinen.
Das mag für einen Nicht-Faster unvorstellbar sein,
aber der Körper schaltet während des richtigen Fastens das Bedürfnis
nach Nahrung von außen aus. Ich fühlte mich ziemlich leistungsfähig,
habe allerdings versucht, den Alltag nicht mit allzu großem Streß zu füllen.
Ich hatte mittendrin eine Phase, da war ich sehr müde.
Ich führe das darauf zurück, daß das Absetzen des Koffeins Wirkung gezeigt hat.
Meine Motivation für´s Fasten war multiple.
Ich glaube, vor allem wollte ich mir selbst zeigen, daß ich das noch kann.
Ich habe in früheren Jahren oft gefastet, in den letzten, etwas streßigen Jahren,
ziemlich wenig; ich habe es - wenn der Wunsch aufkam - bei 3-5 Tage belassen.
Außerdem wollte ich mir ganz allgemein gesundheitlich wieder einmal etwas Gutes tun
und ich weiß, daß Fasten gut tut. Man fühlt sich leicht und frei und "gereinigt".
Fasten bedeutet für mich auch "bewußt verzichten"
und das ist etwas, was in der heutigen Gesellschaft gerne vergessen wird.
Mir scheint es wichtig, sich selbst auch einmal zurückzunehmen, nicht alles einfach für
"selbstverständlich" zu nehmen; sich zu besch(n)eiden und bewußt zu verzichten.
Man weiß anschließend so manches wieder eher zu schätzen - weit über die Nahrung hinaus.
Mein Wunsch, dies auch "innerlich" umzusetzen, konnte im aktuellen Umfeld (Job/Familie)
nicht ausreichend umgesetzt werden. Ideal ist es, wenn man Nischen hat, um sich auch einmal
zurückzuziehen und "über Gott und die Welt" nachzudenken.
Vielleicht nächstes Mal ...
Natürlich hat auch der "Abnehmaspekt" eine Rolle gespielt (bei wem nicht ?).
Ich habe in den 10 Tagen 4,5 Kilo abgespeckt.
Wichtiger für mich ist, daß das "sichtbar" geschah und ich mich um einiges wohler fühle,
auch wenn ich jetzt immer noch etwas Übergewicht habe.
Das Fasten soll damit Einleitung sein, mein Leben wieder gesünder und bewußter zu führen.
Deshalb werde ich hier (unregelmäßig) weiter berichten.
Frühlingserwachen![]()



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