Tag drei und vier ohne Zigaretten - Sehnsucht
von
am 13.10.2008 um 17:27 (2289 Hits)
Sehnsucht - eine wahrscheinlich ungewöhnliche Überschrift in Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung. Dennoch ein passendes Wort, wenn ich meinen Bezug zum Rauchen zum jetzigen Zeitpunkt beschreiben will. Wie befürchtet, nimmt das Verlangen nach Zigaretten nach dem ersten Entzug zu, anstatt ab. Ich war darauf vorbereitet, denn es ging mir ja bei früheren Aufhörversuchen auch schon so. Dennoch ist es mehr als unangenehm, davon überrollt zu werden.
Ich habe nicht nachgegeben, nein. Oder doch, wenn man es genau nehmen will schon: Ich habe am Samstag festgestellt, dass der Aschenbecher im Auto noch nicht geleert ist. Und ja, ich habe mir eine nicht ganz fertig gerauchte Kippe daraus angesteckt. Peinlich, meiomeiUnd ich hatte danach keine Ruhe, bis ich auch sonst alles weggeraucht habe, was in diesem Aschenbecher noch "verwertbar" war. Dann habe ich mich tierisch geärgert und bin ins Bett. Seit Sonntag bin ich wieder komplett rauchfrei.
Ich weiß beim besten Willen nicht wie es kommt, dass das Verlangen zu- statt abnimmt. Ich kann es mir nur so erklären, dass entweder tatsächlich der Körper immer stärker auf Entzug kommt und deshalb immer stärker auf "sein Recht" pocht (bis er es vielleicht irgendwann mal aufgibt), oder dass es eine Art Übermut ist der einem überkommt, nachdem man die erste große Hürde geschafft hat. Was auch immer es ist, ich hoffe einfach nur, dass es schnell vorbei geht.
Zurück zum eingangs erwähnten Begriff "Sehnsucht" ... Ich habe echte Sehnsucht nach Zigaretten. Es ist als wäre mir ein wichtiger Freund verloren gegangen, der mich mein Leben lang zu jeder Sekunde begleitet hat. Er war Tag und Nacht immer für mich da, und bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit habe ich mich an ihn gewandt (mir eine angesteckt). Ich war nie alleine und habe bei ihm immer Trost, Hilfe, Unterstützung gefunden, alles was ich brauchte, mein Freund stand immer parat um für mich da zu sein. Nun fehlt mir dieser Freund, total fehlt er mir. Ich habe Momente, da würde ich am liebsten die Zeit ausknipsen, und es mir mit einer Packung Zigaretten auf der Couch gemütlich machen. Einfach ein paar Stunden genießen, ohne stark sein zu müssen, ohne dieses mächtige Gefühl von Verlust und Entbehrung aushalten zu müssen, mich einfach wieder rundum wohl und "normal" fühlen ... nur für ein paar Stunden, und dann die Zeit wieder anknipsen.
Ich darf dem nicht nachgeben, ich weiß. Das wäre der Anfang vom Ende. Und ich sollte auch erst gar nicht darüber nachdenken. Ok, ich habe es nun niedergeschrieben, und damit will ich diese Gedanken auch aus meinem Kopf wegwaschen.
Ein Wort noch zu Champix: Champix hilft, definitiv. So viel wie ich zuletzt geraucht habe (um die 60 Zigaretten am Tag) würde ich momentan ohne Champix ziemlich durchdrehen, glaube ich. Ich habe ja vor nicht allzu langer Zeit auch mal einfach so "von heute auf morgen" versucht, ohne irgendeine Hilfe aufzuhören zu rauchen. Da fing ich schon am ersten Morgen "ohne" an zu zittern, man hätte mich echt in ne Zwangsjacke stecken und einsperren müssen, dass ich das ausgehalten hätte. Aber so mit Champix, ja das geht, es ist wirklich zum Aushalten. Also muss es nun mit dieser Hilfe auch klappen, ne?
Bis denne, beim nächsten Mal![]()



Und ich hatte danach keine Ruhe, bis ich auch sonst alles weggeraucht habe, was in diesem Aschenbecher noch "verwertbar" war. Dann habe ich mich tierisch geärgert und bin ins Bett. Seit Sonntag bin ich wieder komplett rauchfrei.
), oder dass es eine Art Übermut ist der einem überkommt, nachdem man die erste große Hürde geschafft hat. Was auch immer es ist, ich hoffe einfach nur, dass es schnell vorbei geht.




Blog-Eintrag weiterempfehlen
