Abschied nehmen
von
am 08.10.2008 um 21:00 (1799 Hits)
Ich muss sagen, es fällt mir ziemlich schwer, mich auf den Rauchstopp zu konzentrieren. Die Tage sind so voll und ich bin abends sowas von müde. Ich habe die letzten Tage noch nicht einmal das Liferewars-Programm weitergeführt, geschweige denn hätte ich mich aufraffen können hier zu bloggen.
Champix habe ich regelmäßig weitergenommen, klar. Genau nach Anweisung, also seit dem 8. Tag der Einnahme täglich 2 x 1,0 mg Tabletten. Ich vertrage es gut. Das einzige was ich an Nebenwirkungen spüre ist, dass ich intensiver träume. Normalerweise kann ich mich an meine Träume nach dem Aufwachen nicht erinnern, wenn doch ist das eine große Ausnahme. Zur Zeit dagegen sind meine Träume nach dem Aufwachen noch ganz klar da. Die Träume sind angenehm, manchmal fühle ich mich wie aus einer schönen Geschichte herausgerissen, wenn der Wecker klingelt, ich würde dann als am liebsten sofort wieder einschlafen um die Geschichte zu Ende träumen zu dürfen.
Heute hätte mein "großer" Tag sein sollen, der erste ohne Zigaretten. Ich sage es ganz ehrlich, ich habe heute nicht aufgehört, habe es nicht einmal versucht. Stattdessen habe ich heute versucht, mich wieder tiefer in das Thema einzufinden. Ich weiß nicht, warum mir das dieses mal so schwer fällt. Bei meinem letzten Aufhörversuch, vor ca. 9 Monaten, habe ich an nichts anderes gedacht. Ich habe sogar einen riesen Großputz veranstaltet um alle Raucher-Spuren sofort zu beseitigen. Dieses mal habe ich aus irgendeinem Grund einfach keine Lust mich großartig mit dem "Aufhören" zu beschäftigen. Nicht dass ich es dieses Mal weniger ernst meine, aber vielleicht bin ich durch vorherige Versuche einfach schon zu abgebrüht, abgestumpft, wie immer man es nennen mag. Ich weiß es nicht.
Kurz gesagt, ich habe meinen "Termin" um einen Tag verschoben. Ich habe jetzt noch zwei Zigaretten übrig, mit diesen werde ich mich nachher vor dem Schlafen gehen von meinem alten Freund dem Tabak verabschieden. Hoffentlich für immer.
Das Liferewars-Programm sieht vor, dass man den Zigaretten einen Abschiedsbrief schreiben soll. Gar nicht so schlecht die Idee, vielleicht mache ich das nachher noch.
Dann drückt mir die Daumen für morgenIch habe ein bißchen Angst und ja, der Abschied fällt schwer. Trotz allem, was mir dieser fiese Freund alles angetan hat. Aber besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, nicht wahr?
Ich werde weiter berichten.




Ich habe ein bißchen Angst und ja, der Abschied fällt schwer. Trotz allem, was mir dieser fiese Freund alles angetan hat. Aber besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, nicht wahr?



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