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Mein Weg zum Nichtraucher mit Champix

Tag 2 mit Champix - Allgemein bekannte Beweggründe für das Aufhören

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von am 28.09.2008 um 22:04 (3088 Hits)
Heute war der zweite Tag meiner Champix-Einnahme. Unter Nebenwirkungen muss ich - zumindest bislang - nicht leiden, es geht mir gut.

Ich werde die nächsten Tage hier etwas näher über Champix berichten. Heute möchte ich zunächst nochmal auf Gründe eingehen, die für das Aufhören sprechen. Nachdem ich gestern von meinen ganz persönlichen Gründen gesprochen habe, was mir so sehr "stinkt" am Rauchen (im wahrsten Sinne des Wortes), kopiere ich heute einfach einmal die ganz offiziellen Gründe hier herein, die eigentlich jeder kennen sollte:

Was haben Sie davon, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören?

Die American Cancer Society nennt die folgenden Vorteile:

Nach 20 Minuten
- Blutdruck sinkt auf Wert vor der letzten Zigarette
- Temperatur von Haut und Händen steigt auf Normalwert

Nach 8 Stunden
Das Kohlenmonoxid in der Blutbahn ist verschwunden und hat dem Sauerstoff Platz gemacht - Raucheratem ist weg

Nach 24 Stunden
Das Herzinfarktrisiko wird bereits geringer.

Nach 2 Tagen
Der Geruchs- und der Geschmackssinn verfeinern sich.

Nach 3 Tagen
Die Atmung bessert sich merklich.

Nach 3 Monaten
- Die Lungenkapazität kann sich um bis zu 30 % erhöhen.
- Die Blutzirkulation hat sich verbessert.

Nach 9 Monaten
- Weniger Infektionen - Raucherhusten und Kurzatmigkeit verschwinden
- Leistungsfähigkeit steigt an

Nach 12 Monaten
Das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße ist nur noch halb so groß wie bei Rauchern.

Nach 2 Jahren
Das Herzinfarktrisiko ist fast auf normale Werte abgesunken.

Nach 5 Jahren
Das Schlaganfallrisiko beginnt zu sinken.

Nach 10 Jahren
Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, ist fast gleich groß wie bei echten Nichtrauchern.

Nach 15 Jahren
Herzinfarkt- u. Schlaganfallrisiko sinken auf Nichtraucher-Niveau


Das hört sich gut an, nicht wahr?


Und was haben Sie davon, wenn Sie NICHT mit dem Rauchen aufhören? Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte:





Nachfolgend seien noch Raucherkrankheiten aufgeführt, womit ich mich für heute verabschieden möchte:

Krebs

Rauchen erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken. Im Tabakrauch sind rund 40 krebserregende oder -mitverursachende Substanzen enthalten. Rauchen verringert die natürlichen Killerzellen, die das Immunsystem gegen Krebszellen einsetzt.
Alle Organe, die mit Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, sind stärker krebsgefährdet. Besonders betroffen sind Bereiche der oberen Atemwege wie Lunge, Mundhöhle, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre und Bronchien.

- Etwa 90 – 95% der an Lungenkrebs erkrankten Erwachsenen sind Raucher.
- Die Chance nach der Diagnose Lungenkrebs, 5 Jahre zu überleben, liegt bei 10%.
- Die Zahl der Krebstoten durch Rauchen liegt jährlich bei etwa 60.000 bis 80.000

Herzinfarkt

Rauchen bewirkt eine akute Verengung der Blutgefäße (Gefäßverkalkung vor allem der Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmassen). Lebensgefährliche Gefäßverschlüsse sind häufig die Folge. Weiterhin führt Rauchen zum Ansteigen des Blutdrucks und einer erhöhten Herztätigkeit.
Weitere Risikofaktoren wie Übergewicht, mangelnde Bewegung, dauerhafter Bluthochdruck, Stress etc. erhöhen das Herzinfarktrisiko.
Bei akuten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe (Koronararterien) stirbt Herzmuskelgewebe ab und nimmt nicht mehr an der Pumpkontraktion des Herzens teil. Je mehr Gewebe abgestorben ist, desto mehr ist die Leistungsfähigkeit des Herzens eingeschränkt.
Jeder fünfte Betroffene stirbt sofort, jeder achte der zunächst Überlebenden stirbt während eines Jahres in Folge des Herzinfarktes.

- Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen die meisten Toten in Deutschland
- Frauen, die mit der Pille verhüten und rauchen, haben ein 10fach höheres Risiko
- Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr betreffen fast nur Raucher
- Ein Erstinfarkt tritt bei Rauchern im Schnitt 10 Jahre früher auf

Schlaganfall

Rauchen erhöht das Schlaganfallrisiko durch Förderung von Arteriosklerose (siehe oben), gesteigerter Herzfrequenz, Blutdruck und Schädigung der Hirngefässe.
Als weitere Risikofaktoren werden Alter, Bluthochdruck oder Herzrhythmus- störungen angesehen.
Ein Schlaganfall ist durch eine plötzliche Schädigung des Gehirns mit daraus resultierenden neurologischen Folgeerscheinungen gekennzeichnet. Die Ausprägungen können vom einfachen "leichten" Schlag bis zum sofortigen Tod reichen.
In den meisten Fällen sind Durchblutungsstörungen der Hirngefäße die Ursache. Entweder entstehen sie schleichend durch im Alter zunehmende Verkalkung der Arterien ( Arteriosklerose) oder durch plötzliche Verschlüsse der Blutgefäße.

- Jedes Jahr erleiden rund 150.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall.
- In Deutschland liegen Schlaganfälle an dritter Stelle der Todesursachen.
- Frauen, die mit der Pille verhüten und rauchen, haben ein 10fach höheres Risiko

Raucherbein

Gefäßverengungen und -verschlüsse der Beinarterien führen häufig zum "Raucherbein". Schwere Durchblutungsstörungen lösen beim Gehen infolge erhöhten Sauerstoffbedarfs plötzlich starke Schmerzen auf. Diese zwingen zum häufigen Stehenbleiben, was auch zu dem Namen "Schaufenster - Krankheit" geführt hat.

- Rund 10 Prozent dieser Fälle führen zur Amputation eines oder beider Beine
- Von jährlich 10.000 Amputationen in Deutschland waren über 90 % Raucher

Asthma

In Deutschland leiden etwa 4,5 Millionen Menschen an Ashma. Kindern leiden (Anteil von zehn Prozent) überproportional stark unter Asthma. Besonders asthmagefährdet sind Raucher und deren Familien.
Bei Asthmatikern reagiert das Lungensystem und Bronchialsystem überempfindlich auf Reize, wie z.B. auch Rauchen. Die Bronchien verengen sich und die Schleimhaut schwillt an. Ein dickflüssiger Schleim wird produziert, wodurch die Flimmerhärchen Staub und Fremdkörper nicht mehr vollständig abtransportieren können.
Bei einem akuten Asthma-Anfall wird durch eine plötzliche, krampfhafte Verengung der Bronchien und gleichzeitiger Schleimhautanschwellung die Atmung hochgradig eingeschränkt. Das Ausatmen wird häufig von Brummen oder Pfeifen begeleitet. Dies bereitet große Schwierigkeiten, wodurch ein Gefühl der Atemnot entsteht.

- Bei mehr als 70 Prozent der Asthmapatienten ist ein Zusammenhang zwischen
.Rauchen und Asthma nachweisbar
- Kinder von rauchenden Eltern haben ein stark erhöhtes Asthmarisiko

Chronische Bronchitis

Über die Zigarette aufgenommener Teer verklebt die Flimmerhäarchen der Bronchien und Luftröhre, welche Fremdkörper wieder aus den Atemwegen entfernen sollen. Damit wird dieser Selbstreinigungsmechanismus des Körpers lahmgelegt. Partikel und Schadstoffe können sich so in den Atemwegen festsetzen. Es kann sich so ein Nährboden für Bakterien und Viren bilden.
Durch Abhusten versucht der Körper die Fremdstoffe zu entfernen. Dieser sog. "Raucherhusten" tritt häufig morgens auf. Aus den permanenten Reizungen und Entzündungen kann sich leicht eine chronische Bronchitis entwickeln.

- Wer täglich ein Päckchen Zigaretten raucht, nimmt pro Jahr eine Tasse Teer

Emphysem (Lungenblähung)

Diese Krankheit kann auf eine chronische Bronchitis folgen. Im Spätstadium wird dabei jeder Atemzug zur Qual.
Beim Ausatmen wird nicht der gesamte verbrauchte Sauerstoff aus der Lunge ausgestossen. Die einzelnen Lungenbläschen werden nicht vollständigt entleert, vergrößern sich und können platzen. Das Lungengewebe bläht sich immer weiter auf (Lungenblähung) und die Zahl der noch funktionsfähigen Lungenbläschen nimmt stetig ab. Die Aufnahmefähigkeit der Lungenoberfläche verringert sich so stark, dass die Atmung beschleunigt werden muss, um noch genügend Sauerstoff aufzunehmen. Schwere Fälle müssen künstlich beatmet werden, um nicht zu ersticken.

Demenz (M. Alzheimer)

Nach neuesten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler erhöht Rauchen auch das Risiko an Demenz (Alzheimer-Krankheit) zu erkranken.
Die Alterungsprozesse des Gehirns schreiten bei Rauchern schneller voran. Davon betroffen sind Gedächtnisleistung und Lernvermögen. Ein früherer Eintritt des so genannten Altersschwachsinns (Demenz) wurde beobachtet.

- Rauchen beschleunigt die Entstehung von Demenz
- Raucher verlieren ab 65 Jahren 4mal häufiger noch funktionsfähige Gehirnzellen
als Nichtraucher.

Augen-/Sehstörungen

Rauchen gilt als der wichtigste Risikofaktor bei der altersabhängigen Degeneration der Netzhaut. Mit zunehmendem Alter verkümmern die lichtempfindlichen Sehzellen. Die Folgen sind Lesestörungen, Schwierigkeiten bei der Licht-Dunkelanpassung etc.
Rauchen fördert diese irreversiblen Alterungsprozesse erheblich. Die beste Vorbeugung ist es, das Rauchen aufzuhören.

- Bei 20 Zigaretten täglich steigt das Risiko um das 3-fache.

Legg-Perthes Krankheit

Bei der Legg-Perthes-Krankheit kommt es zu absterbendem Knochengewebe und abnormen Wachstum im Hüftgelenk. Diese führen vor allem bei Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren zu späteren Verkrüppelungen. Ursache ist eine verringerte bis unterbrochene Blutversorgung des Oberschenkelkopfes.
In einer Studie stammten über 80 Prozent der betroffenen Kinder aus Raucherhaushalten. Passivrauchen wird deshalb als besonderer Risikofaktor für diese seltene Krankheit angenommen.

Allgemein

Rauchen führt zu einem allgemein verschlechterten Gesundheitszustand. Die Immunabwehr ist geschwächt - ein erhöhter Vitaminbedarf ist nachgewiesen. Nikotin beeinträchtigt ebenso die Calciumeinlagerung in die Knochen und kann so Osteoporose fördern. Ausser bei den oben aufgeführten Krankheiten ist Rauchen auch bei der Entstehung bzw. dem Fortschreiten weiterer nicht aufgeführter Krankheiten beteiligt oder zumindestens im Verdacht deren Verlauf zu beschleunigen oder negativ zu beeinflussen.

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